Coverden, eine Domäne

Aam Fuß der Schaumburg in der gleichnamigen Ortschaft liegend. Sie war seit ihrer Ersterwähnung im 16. Jahrhundert eine Eigenwirtschaft der jeweiligen Landesherrschaft. Von hier aus ließen zunächst die Schaumburger Grafen das seit dem Mittelalter unmittelbar zur Burg Schaumburg gehörende Land bebauen. Sie sicherten sich damit Erträge, die von den Abgaben der Bauern unabhängig waren, auf einem Gut, dessen Größe auch effizientere Bearbeitungsmethoden zuließ. *

Heute ist die Domäne im Besitz des Landes Niedersachsen. Seit 1969 wird sie in der 2. Generation von der Familie Dieckmann bewirtschaftet. Im Anbau sind Raps, Roggen, Gerste, Weizen, Zuckerrüben und Mais. Drei Mitarbeiter werden in der Landwirtschaft beschäftigt. Auf Versuchsflächen wird Saatgut für den eigenen Saatzuchtbetrieb vermehrt. Deutlich erkennbar sind die Vermehrungs-flächen an dem Streifenanbau, der eine gezielte Bestäubung zwischen den Elternlinien erlaubt. **

Ein Besuch der baulich sehr gut erhaltenen und gepflegten Domäne ist lohnenswert. Das mächtige Herrenhaus, die ehemalige Schnapsbrennerei sowie das Fachwerk Gartenhaus sind u.a. ein Beweis dafür, dass die Domäne mit Umsicht bewirtschaftet wird.

ImFaltblatt 5 „Schaumburg – Historischer Ortsspaziergang“ sind weitere Tipps zu finden.

(Zitierungen: * aus Faltblatt Nr. 5 und ** Frau Dieckmann)

Die beiden oberen Farbfotos der Domäne Coverden wurden 2011 aufgenommen.

Das linke untere SW-Foto zeigt die Arbeiter beim Pflügen bzw. bei der Kartoffelsaat und wurde 1949 aufgenommen.

Das rechte untere SW- Foto zeigt ein Pferdegespann auf der Domäne Coverden und wurde 1955 aufgenommen.

(Quelle: 2 Fotos von W. Bredemeier sen. und 2 Fotos von W. Schnüll)