Bergrennen
Von 1975 bis 1991 diente die KreisstraĂŸe 74, auch UnabhängigkeitsstraĂŸe genannt, als Rennstrecke fĂ¼r das ADAC-Bergrennen Schaumburg. Im nördlichen Teil der Strecke finden Sie noch heute Holzgeländer am Wege. Sie zeugen vom einstigen Publikumsandrang: In 17 Rennjahren haben rund 150.000 Zuschauer das Spektakel verfolgt. An den Rennwochenenden im Spätsommer nahmen jeweils rund 250 Fahrer aus Deutschland, Ă–sterreich und der Schweiz teil. In der Formel 2, der Formel 3, mit Oldtimern und Motorrädern rasten sie Ă¼ber die 1.850 m mit sieben Kurven. Die meisten waren Privatfahrer wie Lokalmatador Wilhelm Rinne aus Schaumburg, der mit seinem Porsche den Streckenrekord hält.
Parallel zum oberen Teil der Strecke verläuft heute der beliebte Wanderweg RI 4 und der Weserbergland-Fernwanderweg. An dieser Stelle, der ehemaligen TribĂ¼ne der Rennstrecke, haben Sie einen fantastischen Blick nach SĂ¼den in das weite Wesertal.
Warum endete das Bergrennen?
Nach 1991 wurde keine Genehmigung mehr fĂ¼r weitere Rennen erteilt. GrĂ¼nde waren unter anderem:
- Naturschutz
- Landschaftsschutzgebiet Wesergebirge
- Lärmschutz
- Sicherheits- und Genehmigungsfragen
2007 gab es Bestrebungen, das Rennen wieder aufleben zu lassen. Obwohl sich laut Angaben des Motorsportclubs viele Einwohner dafĂ¼r aussprachen, wurde das Vorhaben letztlich nicht umgesetzt.
Heute
Wer heute die UnabhängigkeitsstraĂŸe entlangwandert, erkennt noch einige Spuren der Rennzeit:
- ehemalige Zuschauerbereiche
- Holzgeländer an der Strecke
- den ehemaligen TribĂ¼nenbereich mit einem weiten Blick ins Wesertal
- der Bereich ist heute Bestandteil des historischen Ortsspaziergangs Westendorf.
(Recherche: Karen Roske, Christian Wiegand; Text: Wilfried SchnĂ¼ll; Fotos: Wilhelm Rinne, Wilfried SchnĂ¼ll)