Müll und Vandalismus: Warum die beliebten Bänke unter der Paschenburg in Rinteln abgebaut wurden

Bekannt für einen einzigartigen Ausblick: Die Bänke unter der Paschenburg waren sowohl unter Einwohnern als auch unter Wanderern ein beliebter Rastpunkt.

Ein beliebter Rastplatz geht verloren: Die zwei Bänke unterhalb der Paschenburg und Schaumburg sind abgebaut worden. Was dahintersteckt, warum der Schaumburger Verkehrs- und Heimatverein an das Verhalten der Bürger appelliert und wo neue Plätze für die Bank vorgeschlagen werden können.

Schaumburg. Dort, wo in den vergangenen Jahren zahlreiche Wanderer und Spaziergänger in Schaumburg den Ausblick auf das Weserbergland genossen haben, fehlt nun etwas. Zwei Bänke unter der Paschenburg mussten vom Schaumburger Verkehrs- und Heimatverein abgebaut werden. Ein beliebter Aussichtspunkt ist dem Fehlverhalten einiger weniger zum Opfer gefallen.

Vandalismus, Verschmutzung und Lärmbelästigung

Bei den beiden Bänken handelte es sich um beliebte Rast- und Aussichtspunkte, die sowohl Anwohnern als auch Touristen einen einzigartigen Blick auf die Natur des Weserberglandes geboten haben. Allerdings haben in den vergangenen Jahren Vandalismus, Verschmutzung und Lärmbelästigung deutlich zugenommen.

Der besondere Standort der Bänke wurde durch Anwohner ermöglicht, die jahrelang einen Teil ihrer Grundfläche bereitgestellt hatte. Aufgrund des Umgangs mit ihrem Eigentum haben sie jedoch beschlossen, ihr Grundstück nicht mehr zur Verfügung zu stellen. Der Schaumburger Verkehrs- und Heimatverein respektierte den Wunsch und baute die Bänke ab.

Schmerzlicher Verlust

„Für uns als Verein ist das ein schmerzlicher Verlust, weil ein Stück gelebte Heimat verschwindet“, erklärt der Schaumburger Verkehrs- und Heimatverein in einer Pressemitteilung. Die Bänke seien als beliebter Rastplatz bekannt gewesen, der nun nicht mehr genutzt werden könne.

Der Verein appelliert sowohl an Anwohner als auch an Besucher, einen bewussteren und respektvolleren Umgang mit gemeinsamen Orten und der Natur zu pflegen. „Rücksichtnahme, Sauberkeit und Respekt sind keine Selbstverständlichkeiten. Sie sind die Grundlage dafür, dass solche Plätze überhaupt bestehen können.“ Der Vorstand hofft, dass das Bewusstsein für den Wert solcher Orte wächst, sodass sie auch in Zukunft von der Gemeinschaft genutzt werden können.

Derzeit ist der Schaumburger Verkehrs- und Heimatverein auf der Suche nach einem solchen alternativen Ort, um den Ausblick unter der Paschenburg zu erhalten. Wer Ideen oder Vorschläge für einen geeigneten Platz hat oder einen Teil seines Grundstücks zur Verfügung stellen möchte, möge sich gerne per E-Mail unter info@heimatvereinschaumburg.de melden.

Quelle: Bericht der SZ/LZ